Ja! Ihr seht richtig - wir haben’s durchgezogen. Und mit durchgezogen meinen wir: angefangen. Und wir waren nicht allein! Eigentlich waren wir nicht mal “zusammen” unterwegs. Aber fangen wir vorne an…
Zum Start der Langen Nacht der Museen befand sich Martin noch mit seinem Vater auf der Autobahn - nach Berlin! Darum sind wir auch nicht dazu gekommen, uns gemeinsam in das Getümmel zu stürzen. Nachdem er seine Koffer und den anderen Kram (der immer noch in seiner Wohnung, wild, in der Gegend herumliegt) weggebracht hatte, wurde das Auto im Herzen Berlins (Friedrichstraße) abgestellt und untertariflich verparkscheint. Währenddessen haben sich Nele und Marian das “logistische Zentrum” (O-Ton Berliner Zeitung) der Nacht angesehen - der Platz vor dem Roten Rathaus. Dort gab nix zu sehen, außer vollgestopften Shuttle-Bussen, aber Tickets zu kaufen. Auch Martin und sein Vater mussten sich, aus Gründen der gefaulenzten Spontanität, die Tickets an einer Abendkasse besorgen. Hierzu kam es dann im wahrscheinlich langweiligsten Attraktionsort der langen Nacht - dem Mendelssohn-Remise.
Hier hat sich übrigens auch herausgestellt, woher Martins Schadenfreude stammt:
Die Eingangstür dieses Museums hatte seine ganz individuelle Auslegung von “Öffnen”. Trotz der beiden riesengroßen Flügeltüren und deren ebenso mächtigen Griffen, lag es ganz am Besucher selbst, das recht kleine und unscheinbare Schild “Bitte <hier> drücken!” (angebracht auf einer separaten Tür) zu lesen und dementsprechend zu handeln. Während Martin mit seinem Vater, nach dem Kartenkauf, im Vorraum wartete und die nächste (hoffentlich ansprechendere) Station auslotete, konnte man recht lautstarke Bearbeitungsversuche an der Tür vernehmen, die vermutlich durch nicht mitlesende Zeitgenossen ausgelöst wurden. Heute war es aber nicht, wie üblich, Martin höchstselbst, der aus purer Schadenfreude sich einen Spaß aus den “ausgesperrten” machte, sondern - richtig - sein Vater. Wer hätte das gedacht? Oder ist es doch wahr mit dem Apfel, Stamm und was die Sprichwörter sonst noch so hergeben…
Ähnlichen Begebenheiten hatten die Betreiber des Alten Museums vorgebeugt, indem sie Türsteher in die geöffneten Türen stellten. Dort hatten sich Nele und Marian derweil mit ägyptischen Köpfen, betrunkenen Glühwein-Verkäuferinnen und Vordrängeln die Zeit vertrieben. Tatort war die Nofretete-Ausstellung. Kommentar einer Mit-Museums-Besucherin (sehr laut zu ihrem Freund gewandt): “Boah, ist das langweilig!”. Irgendwie hatte sie schon Recht.
Um den Blogeintrag mal nicht komplett ausarten zu lassen, verweisen wir einfach mal auf die Stationen der beiden Gruppen:
#1a (Nele, Marian):
- Altes Museum
- Automobil-Forum unter den Linden
#1b (Nele, Marian, Fränk):
- Akademie der Künste
- Rotes Rathaus
- Museum für Film und Fernsehen
#2 (Martin + Vater):
- DDR Museum
- Museum für Kommunikation
- Museum der unerhörten Dinge (schlecht!)
- Medizinhistorisches Museum der Charité
- Museum für Film und Fernsehen
Wenn Euch ein Part speziell interessiert, dann fragt einfach mit nem Kommentar nach - dann gibts nähere Infos hierzu.
#3 (Alle):
- Billy Wilders Bar
Das kommt hier wahrscheinlich nicht so rüber, aber alles in allem hat es uns verdammt viel Spaß gemacht! Tipps für Nachahmer, sollen natürlich auch nicht zu kurz kommen:
- Museum für Kommunikation - Von den Grundlagen über die Post bis zum Computer
- Akademie der Künste - Ausstellung “embedded.art” über Überwachungsstaat usw. mit interessanter Idee
- Museum für Film und Fernsehen - Loriot-Ausstellung und allgemeine Film-Geschichte
Einer Pflicht wollen und müssen wir aber noch nachkommen - die Ehrung unserer Mitstreiter. So wie geplant, konnten wir direkt drei Menschen der Kultur begeistern, uns zu begleiten. Der gewiefte Leser hat es schon mitbekommen: Nele (Marians Freundin), Fränk (zerstreuter Studienkollege und Ticketverlierer) und Burkhard (Martins Vater)!
Nachdem Ihr es jetzt geschafft habt diesen Eintrag durchzulesen, nehmt euch noch die 5 Minuten, um euch die Bilder anzuschauen.
Was habt Ihr am Wochenende gemacht? Könnt Ihr irgendwas davon empfehlen?



